Jäger und Gejagte

Was macht er denn?

Für alle, die sich fragen, was um alles in der Welt ich denn gerade tue, hier die Antwort: schreiben, natürlich. Das aktuelle Projekt beschäftigt mich mindestens acht Stunden am Tag. Wobei viel Zeit auch für Recherchen, Skizzen, Entwürfe, Namensfindungen, Telefonate über Telefonate und all den anderen Kram draufgeht. Es genügt meist nicht, sich hinzusetzen und ein paar Worte in die Tastatur zu hauen. Schreiben hat auch viel mit sich bilden zu tun, Wissen vertiefen, Sichtweisen zu verschieben, andere Standpunkte einzunehmen. Das ist, ehrlich gesagt, nicht immer so einfach, weil wir alle selbstverständlich in unseren adaptierten und antrainierten Routinen handeln – und wieder in sie zurückfallen. Schreiben kann ganz schön anstrengend sein.

Um was geht es denn?

Puh, das werde ich jetzt zum ersten Mal nicht verraten. Bei allen anderen Büchern war mir das egal. Der Grund? Alle bisherigen Bücher (bis auf eines) enthielten mehr oder weniger Autobiographisches. Da war das Schreiben in der Tat recht einfach und es gab auch keine Geheimnisse. Etwas Kaffee, bisschen gute Musik, und die Sache läuft. Die erwähnte Ausnahme war das Buch über meinen Opa, das aber keine Belletristik ist. Für so eine Dokumentation wie Der lange Arm der Gewalt, musste ich die vorhandenen Dokumente und Infos in die richtige Reihenfolge bringen, Genehmigungen einholen und alles in möglichst lesbare Formulierungen packen. Sehr viel Zeit war nötig, aber nicht wirklich ein Geheimnis.

Beim neuen Projekt aber geht es um eine Welt in der Welt. Vielleicht kann man es einen Blick auf eine mögliche Zukunft des Menschen nennen. Ich werde Euch beizeiten weiterhin auf dem Laufenden halten. Momentan liege ich gut im Zeitplan. Angestrebt sind so die üblichen maximal 400 Seiten und ich nehme die Fertigstellung der Rohfassung mal für Ende Dezember ins Auge, was dann sechs Monate schreiben hieße und danach dann Überarbeitung. Okay, es wird auf jeden Fall nächstes Jahr, aber ich nehme mir vor, zum letzten Kapitel ein paar mehr Infos rauszurücken.

Die Hauptsache

Eines kann ich Euch aber schon verraten: es macht Spaß. Sogar sehr viel. Und es ist anstrengend. Manchmal wache ich mitten in der Nacht auf, steige aus dem Bett, weil mir was eingefallen ist (kann auch die Entdeckung eines Fehlers sein) und setze mich dann an den Schreibtisch, tippe bis in den späten Morgen und lege mich dann noch mal hin. Oder es kommt vor, dass tagsüber eine Blockade wie ein Brett vor meinem Kopf hängt, vielleicht, weil ich ein logisches Problem nicht lösen kann und plötzlich, am Abend, macht es Klick, und es geht los bis in die Nacht hinein. Tja, schreiben ist schon eine komische Tätigkeit … aber ich schätze, malen oder Musik komponieren bringen die gleiche Unruhe ins Leben.

Jetzt mach ich mal weiter. Noch schnell nen Kaffee holen … bis bald.
Euer Heiko

PS.: Ich möchte noch meinen Leser:innen danken für den Kauf der Bücher und hoffe, Euch ein wenig damit zu unterhalten. Etwas Ruhe beim Lesen in diesen aufregenden Zeiten kann ja nicht schaden.

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